Als Adam Opel am 9. Mai des Jahres 1837 in Rüsselsheim geboren wurde, konnte sein Vater, ein Schlossermeister, nicht ahnen, welche Karriere sein ältester Sohn machen sollte. In der Werkstatt seines Vaters erlernte Adam Opel das Schlosserhandwerk und ging – wie damals üblich – nach der Lehre auf Wanderschaft. Nach Etappen in Belgien und England arbeitete er in Paris … in zwei Fabriken, in denen Nähmaschinen hergestellt wurden.

Als er 1862 wieder nach Rüsselsheim zurückgekehrt war, gründete er seine eigene Nähmaschinenfabrik, die sehr schnell sehr erfolgreich wurde. Er begann in einem einfachen „Stall“ auf dem heutigen Löwenplatz.

Der technikbegeisterte Adam Opel heiratete 1868 die Tochter eines Gastwirtes, deren Mitgift es ihm 1886 ermöglichte, direkt neben der Bahnlinie Frankfurt – Mainz ein größeres Fabrikgebäude zu errichten und später Fahrräder herzustellen. Sehr schnell stieg die Firma Adam Opel zum größten Fahrradhersteller Deutschlands auf. Mit nur 58 Jahren starb Adam Opel am 8. September 1895 an einer Typhuserkrankung. Seine Witwe und seine fünf Söhne führten das Unternehmen gemeinsam weiter.

Bereits im Jahr 1899 begannen sie, Automobile zu produzieren. Und das, obwohl Adam Opel kurz vor seinem Tod gesagt haben soll: „Aus diesem Stinkkasten wird nie mehr werden als ein Spielzeug für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen!“ Wie sehr hatte er sich dieses Mal doch geirrt!

Im Jahre 1909 arbeiteten bereits 2.750 Mitarbeiter im Unternehmen, das als erste deutsche Fabrik die Fließbandarbeit einführte, um Serienproduktionen zu ermöglichen. In den 1920er Jahren war Opel der größte Automobilhersteller in ganz Deutschland.

1929 erwarb der amerikanische Automobilhersteller General Motors die Mehrheit an Opel, 2017 übernahm der französische Konzern Groupe PSA das Unternehmen – und seit Januar 2021 ist Opel ein Teil der Holding STELLANTIS.

Nach wie vor erfreuen sich die Opel-Modelle – besonders der „Corsa“ und der „Astra“ – großer Beliebtheit, wenn auch der Automobilmarkt heftiger umkämpft ist als je zuvor.

Hakan Inoglu, CEO der INOGLU HOLDING, zu der das Autohaus Inoglu in Rüsselsheim gehört, und auch seine Brüder Bilgehan und Gubert betonen, dass der Erfolg ihres Konzerns letztendlich auf der großen Vision Adam Opels beruhe! Alle drei Unternehmer danken Adam Opel posthum für alles, was er für die Stadt Rüsselsheim getan hat.